Kultur
07.04.2017 12:21
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 „… und Sie haben heute Abend die Lizenz zum Lachen“: Wie üblich verabschieden sich Zeus als weiß-blauer Bruder und Wirbitzky als Old Plapperhand.Foto: ccw

„… und Sie haben heute Abend die Lizenz zum Lachen“: Wie üblich verabschieden sich Zeus als weiß-blauer Bruder und Wirbitzky als Old Plapperhand.Foto: ccw

Duo mit der Lizenz zum Lachen

Zeus und Wirbitzky in Siegen

ccw - Mal spät statt früh: Am Donnerstagabend tauschten die beiden Radiomoderatoren Sascha Zeus (eigentlich Wolfgang Zeus) und Michael Wirbitzky den frühmorgendlichen Radiosendeplatz gegen den abendlichen Bühnenauftritt. Mit ihrem aktuellen Programm „Laktosefrei lachen“ unterwegs, füllten die Comedians dieses Mal den Leonhard-Gläser-Saal der Siegerlandhalle – alle Sitzplätze waren belegt. „Die zwei aus der Morningshow“ moderieren besagte SWR-Sendung schon bald zwei Jahrzehnte seit der Zusammenlegung des Süddeutschen Rundfunks (SDR) und des Südwestfunks (SWF) zum Südwestrundfunk (SWR) im Jahr 1998. Auch davor saßen sie bereits zusammen in der Frühsendung „SWF3 On“. Die „SWR3-Morningshow“ bekam 2001 den Deutschen Radiopreis für die beste Morgensendung, andere Comedyformate wie etwa „Taxi Sharia“ oder „Nix geling in Peking“ (zu den Olympischen Spielen 2008) waren oder sind ebenfalls erfolgreich.

Auch Dauernörgler Peter Gedöns war dabei

Mit einem bunten Themenplan über Aktuelles und Alltägliches unterhalten sich die beiden über die Omnipräsenz der „Federkernkrake Europas“, die Matratzen-Concord-Kette, über falsch zugeordnete Zitate, die Absurdität von Statistiken und von Kochsendungen im Fernsehen, deren Namen zunehmend absurder werden, ebenso wie die Themen der bekannten TV-Check-Formate. Ebenfalls dabei: die auch in der Radiosendung stetig auftretenden Kunstfiguren wie etwa der erboste Dauernörgler Peter Gedöns mit großer Brille und grünem Pullunder (Wirbitzky) oder Kathrin Vierthaler (Zeus), dick und mit Lockenwicklern, die den Gebrauch von Fremdwörtern noch nicht so ganz gemeistert hat.

Genderwahn, Social Media und andere Zeit-Phänomene

Von der Unterhaltung unterhalten ist auch das Publikum – laute Lacher begleiten das Programm im Minutentakt, ebenfalls im Minutentakt wechseln auch Rollen und Kostüme, wie das schnittige Hemd fürs Stand-up-Paddling, ein pinkes Tutu oder die geknotete Perlenkette und Perücke von Wirbitzky als Chefsekretärin, oder, politisch korrekt, „Managing Assistant“. Fast alle Themen sprechen eine breite Altersklasse an, ob nun Genderwahn, Social Media oder der Silence-Bereich in Zügen. Manchmal forsch, manchmal direkt, aber nicht böse sprechen die beiden Comedians von und mit ihrem Publikum und über die gemeinsame Umwelt, bei der man öfter nur kopfschüttelnd fragen kann: „In welcher Welt leben wir eigentlich?“

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