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13.07.2017 15:56
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 Nach Ermittlungen im anonymen Teil des Internets stellten Zollbeamte diverse Schusswaffen sicher. In Daaden waren es Munition und Schlagringe. Foto: Zollfahndungsamt Frankfurt

Nach Ermittlungen im anonymen Teil des Internets stellten Zollbeamte diverse Schusswaffen sicher. In Daaden waren es Munition und Schlagringe. Foto: Zollfahndungsamt Frankfurt

46-Jähriger im Darknet unterwegs

Waffen: Daadener deckte sich ein

dpa/sz - Eine Reihe mutmaßlich im Darknet gekaufter Schusswaffen sowie massenhaft Munition und Pyrotechnik haben Zollfahnder bei Durchsuchungen in drei Bundesländern sichergestellt. Den Ermittlern gingen unter anderem 17 Schusswaffen, mehr als 2300 Schuss Munition, Messer, Schlagringe sowie über 2700 pyrotechnische Gegenstände ins Netz, wie das Zollfahndungsamt Frankfurt mitteilte.

Mann lebt in Daaden

Unter den Tatverdächtigen ist ein 46-Jähriger aus dem AK-Kreis, nach SZ-Informationen lebt der Mann in Daaden. Bei den anderen beiden handelt es um einen 81-Jährigen aus dem Kreis Northeim in Niedersachsen sowie um einen 54-Jährigen aus Dortmund. Sie sollen – unabhängig voneinander – Waffen und Munition in einem Wert von insgesamt rund 25 000 Euro im anonymen Teil des Internets bestellt haben.

Ermittlungen seit Frühjahr

Auf die Spur gekommen sei man dem Trio durch Ermittlungen im Darknet, sagte der Sprecher des Frankfurter Zollfahndungsamtes, Hans-Jürgen Schmidt. In der Behörde geht eine sechsköpfige Ermittlungskommission seit April 2016 gezielt gegen den organisierten Handel und Schmuggel illegaler Schusswaffen vor. Die Ermittlungen gegen die drei Beschuldigten liefen seit diesem Frühjahr unter der Leitung der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt sowie der Staatsanwaltschaft Köln.

630 Schuss Munition

Die Durchsuchungen bei den Männern waren den Angaben zufolge bereits Ende Mai sowie im Juni. Die meisten Gegenstände wurden bei dem Mann in Dortmund sichergestellt, hier waren es alleine unter anderem zehn Schusswaffen sowie über 1500 Schuss Munition. Im Fall des Daadeners sei eine Spezialeinheit der Zollverwaltung im Einsatz gewesen, sagte Sprecher Schmidt. Hier beschlagnahmten die Beamten 630 Schuss Munition, zwei Messer und acht Schlagringe.

Erst festgenommen, dann auf freiem Fuß

Der 81-Jährige aus Niedersachsen habe einen Teil der Waffen schussbereit bei sich gehabt, um „auf alle Eventualitäten“ vorbereitet zu sein, teilte der Zoll mit. Die drei Männer wurden laut Zoll zunächst vorläufig festgenommen. Mittlerweile seien sie aber wieder auf freiem Fuß. Die weiteren Ermittlungen müssten nun zeigen, ob es Verbindungen zu anderen Fällen aus dem Darknet gebe.

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