Lokales
17.07.2017 17:19
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 Auf Gerd Flender und seine Nachbarn kommt viel Arbeit zu: Wildschweine haben ihre Wiesen auf links gedreht. Foto: damo

Auf Gerd Flender und seine Nachbarn kommt viel Arbeit zu: Wildschweine haben ihre Wiesen auf links gedreht. Foto: damo

Ungebetener Besuch

Vier Gärten umgepflügt

damo - Seit ihrer Geburt lebt Helga Flender am Hüttseiferweg, und nie gab es dort Probleme mit Wildschweinen. Das hat sich vor wenigen Tagen geändert: Am Wochenende hat eine fünf- oder sechsköpfige Rotte gleich vier Gärten in der Nachbarschaft auf links gedreht.

Verhältnisse wie in Brachbach

Bereits am Freitag vor zwei Wochen hatten die Schwarzkittel eine Duftmarke gesetzt und erste zaghafte Spuren in einem Garten in Flenders Nachbarschaft hinterlassen. „Da hatten wir noch Glück“, sagt Gerd Flender, „aber das hielt nicht lange“. In der Tat: Nur eine Woche später kamen die Tiere wieder. Und diesmal gaben sie sich nicht mit halben Sachen zufrieden, sondern pflügten die Wiesen großflächig um. In der Nacht zum Samstag entstanden Verhältnisse, wie man sie zuletzt immer wieder in Brachbach beobachten musste.

Leuchtpistole im Einsatz

Grund genug für Helga Flender, in der darauffolgenden Nacht Wache zu schieben – mit Erfolg: „Gegen 0.30 Uhr kamen sie, und es waren zwei große und drei oder vier kleine Wildschweine“, erzählt sie. Schnell holte sie ihren Mann dazu, und der fackelte nicht lange, sondern feuerte mit der Leuchtpistole in den Garten. „So habe ich sie verscheucht.“

Wer kenn denn schon den Jagdpächter?

Zwar ist seitdem am Hüttseiferweg Ruhe – aber ob das für die Gartenbesitzer nur eine Verschnaufpause ist, weiß natürlich keiner. Umso mehr würden sich die Flenders Unterstützung wünschen. Aber gerade an dieser Stelle liegt für Gerd Flender der Hase im Pfeffer: Er hat am Samstag die leidvolle Erfahrung gemacht, wie schwer es ist, überhaupt den passenden Ansprechpartner ausfindig zu machen. Denn wer weiß schon, wer der Jagdpächter in den Wäldern in der Umgebung ist?

Liste gefordert

„Dass man zusätzlich zu dem Schaden im Garten noch die ganze Lauferei hat, ärgert mich“, sagt Gerd Flender. Er würde sich wünschen, dass die Wald- und Haubergsvorsteher sowie die Jagdpächter zum Beispiel auf der Homepage der Verbandsgemeinde aufgelistet wären. Denn offenbar ist es nicht nur für Privatpersonen schwierig, den richtigen Ansprechpartner ausfindig zu machen: „Vor zwei, drei Jahren ist hier ein Reh angefahren worden – und am Ende musste die Polizei das Tier erschießen, weil sich kein Zuständiger gefunden hat“, erzählt Gerd Flender.

Bejagen im Dorf

Er selbst hatte am Ende vieler Telefonate den zuständigen Jagdberechtigten ausfindig gemacht und einen Termin vereinbart. Aber Flender weiß auch, dass ihm der Jäger nur bedingt wird helfen können – auch wenn er durchaus einen Lösungsvorschlag hätte: „Wenn ein Jäger hier mit einer Ausnahmegenehmigung schießen würde, wäre das Problem schnell gelöst.“

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