Sport
27.08.2017 20:20
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 Hochkonzentriert zu sieben Treffern: Moritz Barwitzki verwandelte alle vier Ferndorfer Siebenmeter sicher und legte den Volmetalern auch noch einige Konter ins Netz. Foto: meier

Hochkonzentriert zu sieben Treffern: Moritz Barwitzki verwandelte alle vier Ferndorfer Siebenmeter sicher und legte den Volmetalern auch noch einige Konter ins Netz. Foto: meier

3. Handball-Liga West

TuS Ferndorf gleich auf Platz 1

geo  - Zunächst einmal: man muss nicht lange drumherum reden. Wenn man bei einer Mannschaft spielt, die erst in der „Verlängerung“, den Klassenerhalt geschafft hatt, dann sollte man als vormaliger Zweitligist das Spiel gewinnen, egal, ob man an der Volme, in der Volme oder in der „Volme-Hölle“ spielt. So gesehen liest sich der reine Spielbericht der Partie der SG Volemtal gegen den TuS Ferndorf ein bisschen wie „business as usual“.

Hiobsbotschaften häuften sich

Doch wenn dann Trainer Michael Lerscht gesteht, dass er angesichts der sich häufenden Hiobsbotschaften „doch ein bisschen nervös“ ins Volmetal aufgebrochen sei. Wenn dann Spielmacher Julian Schneider einräumt, dass „ich zwei Wochen flach gelegen habe und froh war, die letzte Viertelstunde pausieren zu dürfen“. Und wenn dann schließlich Routinier Branimir Koloper zu bedenken gibt: „Wenn du nicht 100 Prozent gibst, ist es in jeder Liga und gegen jeden Gegner schwer!“ Wohlgemerkt nach einem Sieg mit zwölf Toren Vorsprung, der den Ex-Zweitligisten gleich mal dahin katapultierte, wo er auch am Saisonende stehen möchte - nämlich auf Platz 1 - dann, ja dann gibt es noch eine Geschichte hinter der Geschichte.

Basic fällt drei Wochen aus

Denn Ferndorf spielte bei den „Talern“ ohne Torjäger Jonas Faulenbach (Grippe), ohne Marijan Basic (drei Wochen Pause wegen Adduktorenverletzung aus dem DHB-Pokal-Spiel gegen Emsdetten) und ohne Michel Sorg (Fingerbruch), womit de facto eigentlich nur Julian Schneider als etatmäßiger Mittelmann übrig blieb und auch die „sonstige Auswahl“ im Rückraum zahlenmäßig ausgedünnt daher kam.

„Spitzenreiter, Spitzenreiter“

Doch Ferndorf ging die Aufgabe konzentriert an und hakte das Geschehen nach dem Schlusspfiff keineswegs einfach mal so ab. Julian Schneider winkte seine Mitspieler zu sich, und dann wurde im Kreis gehopst und gejohlt, als habe man gerade nochmal bei GWD Minden gewonnen. Dann dauerte es nicht lange, bis einer der Fans am Handy die aktuelle Tabelle der Staffel West eingelesen hatte, und schon erschallte der eingeübte Chor: „Spitzenreiter, Spitzenreiter, hej hej!“

Moritz Barwitzki bester Torschütze

Über 100 Ferndorfer Fans hatten ihre Mannschaft begleitet, die schon nach etwa zwölf gespielten Minuten den einheimischen Anhang weitgehend verstummen ließ, als Julian Schneider zum 8:4 einen ersten Vier-Tore-Vorsprung herausgeholt hatte. Die Abwehr schloss nun einige wenige anfängliche Lücken, die Angreifer zogen konzentriert ihre Sachen durch, sogar der starke Lucas Puhl im Tor durfte sich in die Torschützen einreihen. Moritz Barwitzki, der alle vier Siebenmeter verwandelte und siebenmal traf, sorgte schon kurz vor dem Seitenwechsel für einen Zehn-Tore-Vorsprung, den Julian Schneider nach der Pause m,it drei in Folge, darunter ein spektakulärer Seitfallwurf, sowie die nicht minder „Altgedienten Lucas Schneider und Kevin John nach dem Seitenwechsel hoch hielten, obwohl sich nun kleinere Fehler auf beiden Seiten einschlichen.

„Ferndorf  spielt in der einen Hälfte, ...“

Dann nutzte Trainer Michael Lerscht den hohen Vorsprung, um seinem kompletten Kader an Bord zu holen. Für die „Altgedienten“ gab es in der letzten Viertelstunde „hitzefrei“. Auf dem Feld richteten es Magnus Neitsch, Patrick Bettig, Leon Sorg, Erik Irle, Kevin John und Mattis Michel - wohl dem der seinem eigenen Nachwuchs vertrauen kann. Vor allem Irle nutzte die Kürze der Zeit mit Würze und pfferte den Gastgebern noch vier blitzsaubere Tore rein. Deren Trainer Michael Wolf gab nach dem Spiel die Richtung vor: „Es wird in der 3. Liga eine Zwei-Klassen-Gesellschaft geben. Ferndorf spielt in der einen, wir in der anderen“. Auch wenn Wolf recht hat, war dieses Wochenende auch ein Warnschuss, dass die Liga kein Selbstläufer wird: drei Ausfälle auf einmal - das wird ja wohl hoffentlich nicht wieder zur Regel werden.

Stark am Kreis und in der Abwehr: Thomas Rink in Aktion.
Foto: meier
Stark am Kreis und in der Abwehr: Thomas Rink in Aktion.
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