Sport
03.09.2017 14:46
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Erik Irle (rechts) blockte hier den Mendener  Florian Schoesse ab. Foto: jb
Erik Irle (rechts) blockte hier den Mendener  Florian Schoesse ab. Foto: jb

3. Handball-Liga West

TuS Ferndorf gewinnt Heimauftakt

geo t  „Das wird ja ’ne spannende Saison“, frotzelte man am Pressetisch, als der TuS Ferndorf auf dem Wege zu seinem ungefährdeten 39:23 (19:8)-Kantersieg über Aufsteiger SG Menden Wölfe am Samstagabend schon nach einer Viertelstunde (12:2) abermals einen Klassenunterschied herausgespielt und herausgeworfen hatte. Zu stabil die eigene Deckung, zu gut die eigenen Torhüter und zu entschlossen der eigene Angriff, jeden Fehler und jede Lücke des Gegners zur eigenen Torchance zu nutzen.

Jetzt gegen Aurich und Longerich

So ist es vielleicht ganz gut, dass jetzt - nach dem, sagen wir mal, erwartbar leichten Saisonauftakt - mit der Auswärtsaufgabe in Ostfriesland beim OHV Aurich und dem anschließenden Heimspiel gegen den Vorjahresdritten Longericher SC die Schlagzahl doch ein wenig erhöht werden dürfte, um den zugegebenermaßen sehr erfreulichen Saisonauftakt in der 3. Handball-Liga West vollends zu vergolden.

915 Zuschauer zum Auftakt

In dieses Bild fügte sich auch eine sehr gute Zuschauerkulisse mit 915 Besuchern ein, was zum Sommerausklang in Ferndorf in der Vergangenheit schon mal trister aussah. Und zur allgemeinen Partystimmung trug auch der Elan der Spieler bei, die selbst angesichts einer 17-Tore-Führung (34:17) nicht nachließen und den „Wölfen“ jegliche Futtergabe verwehrten.

Schrecksekunde wegen Barwitziki

So störte die gute Laune an diesem Samstagabend lediglich eine Schrecksekunde, die den Zuschauern auf der Tribüne und dem Spieler selbst gehörig in die Glieder fuhr. In der 26. Minute war Moritz Barwitzki wieder einmal von einem chirurgisch präzisen Anspiel Lucas Puhls auf die (Konter-)Reise geschickt worden, doch beim Wurf des kleinen Linksaußen kam es zum Zusammenstoß mit einem Mendener und zum Aufschrei: Barwitzki wurde von zwei Kameraden vom Platz getragen und kam nicht mehr zurück. Nach dem Spiel nahm er den Gästeakteur in Schutz: „Der ist unglücklich in mich hineingelaufen, da konnte er nichts zu.“ Und zur sich abzeichnenden Knieverletzung meinte der bis dahin immerhin schon viermal erfolgreiche Barwitzki: „Es fühlt sich komisch an, aber erste Tests sprechen nicht für eine Kreuzbandverletzung. Ich habe mich schon sehr erschrocken. Jetzt müssen wir schauen was die genaueren Diagnosen erbringen.“

Magnus Neitsch machte Sache gut

Vertreten wurde Barwitzki in der Folge vom talentierten Magnus Neitsch, der zweimal traf und seine Sache auch defensiv sehr gut erledigte. Das galt aber auch für seine Mitspieler, die dem Aufsteiger sehr schnell ein paar Lektionen erteilten: Spiele nicht gegen eine ausgebuffte Mannschaft offensiv in der Deckung, denn die hat immer ein paar Antworten zu viel im Köcher. Und auch dies: Habe keine Angst vor der mächtigen Kulisse!“ Hatten die Gäste aber, wie Trainer Stefan Simec erkannte: „Wir haben wie das Kaninchen vor der Schlange agiert.“ Wobei: eher nicht vor der „Schlange“ sondern vor den „Grizzlybären“, denn so ein furchterregender Innenblock (Koloper/Rink oder Schneider/Bettig) kann auch „Wölfen“ schon mal die Angriffslust verderben. Und so ahnt man schon, dass die Diskrepanz zwischen einer profihaften 2. Bundesliga und dem eher amateurhaften Treiben in den vier Staffeln der Liga 3 eines der großen ungelösten Probleme im deutschen Handball sein wird.

Sechs Treffer von Faulenbach

Was solls, dachte sich indes Neuzugang Jonas Faulenbach, der nach überstandener Grippe erst mäßig und dann gewaltig Fuß fasste in der neuen Umgebung. Exakt 34:11 Minuten dauerte es bis zum ersten Drittliga-Tor der Gießeners, dann aber ließ er noch fünf weitere fulminante Kracher folgen. Auch andere fühlten sich inspiriert, denn nicht ein einziger Feldspieler ging leer aus, als Letzter trug sich Erik Irle in die Schützenliste ein.

Übernachtung in Aurich

Wie schon in Volmetal setzte Trainer Michael Lerscht alle Akteure ein, ließ am Ende wieder eine Art „Nordsiegerland-Auswahl“ agieren und wehrte trotzdem alle Glückwünsche ab: „Wir müssen weiter Gas geben. Nach Aurich fahren wir schon am Samstag, um uns optimal vorzubereiten.“ Es soll ja nicht unnötig spannend in dieser Saison werden ....

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