Lokales
05.10.2017 08:33
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 Für Ute Käppel bedeutete eine Bahnfahrt von Betzdorf nach Köln am Montag eine Odyssee. Bei der Rückfahrt in Betzdorf war der Aufzug ebenfalls defekt – bei Redaktionsschluss am Mittwoch war er es immer noch. Einen Hinweis sucht man vergeblich. Fotos: goeb

Für Ute Käppel bedeutete eine Bahnfahrt von Betzdorf nach Köln am Montag eine Odyssee. Bei der Rückfahrt in Betzdorf war der Aufzug ebenfalls defekt – bei Redaktionsschluss am Mittwoch war er es immer noch. Einen Hinweis sucht man vergeblich. Fotos: goeb

Hohe Hürden für Schwerbehinderte

Odyssee auf der Siegstrecke

goeb - „Gestern war bei Ihnen in Köln der Marathon. Für mich war der heute.“ Das berichtete Ute Käppel aus Struthütten ihrem Arzt und dem medizinischen Personal an der Uni-Klinik Köln, als sie endlich ihr Ziel erreicht hatte – mit mehreren Stunden Verspätung am Montag, 2. Oktober.

Eine Odyssee

Die 59-jährige Ute Käppel hatte zu diesem Zeitpunkt eine wahre Odyssee hinter sich. Dabei hatte sie einfach nur den Zug nach Köln nehmen wollen, um einen wichtigen Arzttermin wahrzunehmen. Dass sie dabei auf allen vieren in Unterführungen kriechen musste, das war weder geplant, noch hätte sie sich das in ihren schlimmsten Träumen vorzustellen vermocht. Ute Käppel ist gehbehindert (80 Prozent Schwerbehinderung) und laboriert derzeit zusätzlich noch an einem gebrochenen Fuß.

Krabbeln und auf Busse warten

Was hat sich nun am Montag dieser Woche zugetragen? Die Struthüttenerin hatte den Regionalexpresszug um 9.25 Uhr in Betzdorf bestiegen. Kurz vor Au gab es ihren Schilderungen zufolge eine Durchsage im Zug, wonach man in Au „wegen eines technischen Fehlers“ halten müsse. Alle Fahrgäste müssten aussteigen. Busse brächten die Reisenden zum nächsten Bahnhof, von wo aus es weitergehe.

Erste Hürde: Der Aufzug war defekt. „Es waren viele Ältere im Zug“, berichtet sie. „Menschen mit Rollatoren darunter, Mütter mit Kinderwagen. Die wurden von den jungen Leuten unterstützt.“ Ihr blieb nichts anderes übrig, als „die Treppe runter- und hinten wieder raufzukrabbeln“. Doch die angekündigten Busse tauchten nie auf. „Stattdessen haben über hundert Fahrgäste eine Stunde lang im strömenden Regen ausgeharrt und darauf gewartet.“

Erst der Anfang

Doch das war erst der Anfang ihrer Odyssee. Was Ute Käppel noch Unfassbares erlebt hat, lesen Sie in unserem E-Paper, das kostenlos getestet werden kann.

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