Kultur
10.09.2017 18:13
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Simon Stäblein beschäftigte bei  NightWash  der Fahrradklau in Großstädten. Hängt der mit dem Auftauchen des Fahrradkurierdienstes Foodora zusammen?  Foto: ccw 
Simon Stäblein beschäftigte bei  NightWash  der Fahrradklau in Großstädten. Hängt der mit dem Auftauchen des Fahrradkurierdienstes Foodora zusammen?  Foto: ccw 

Lauter Applaus für Witze aus dem Waschsalon

„NightWash“ in Siegen

ccw - Diesen Abend mal im Foyer des Leonhard-Gläser-Saals der Siegerlandhalle statt in einem Kölner Waschsalon: das etablierte Comedy-Format „NightWash“ ist auf Tour. Als Plattform für junge Nachwuchs-Kabarettisten und Stand-up-Comedians hat es sich schon lange einen Namen im alternativen Abendprogramm des Fernsehens gemacht und zieht vielerorts ein mehrere hundert Leute starkes Publikum aller Altersklassen, wenn auch tendenziell eher junge Erwachsene, Azubis, Studenten und Dauerpraktikanten, an, die gerne an einem unterhaltsamen Abend mit lustigen Anekdoten und ein paar Getränken teilhaben.

Warum nur diese notorische Fahrradklauerei?

Auch der in Siegen ist gut besucht; Simon Stäblein, Ill-Young Kim und Benni Stark beehren am Freitag die Krönchenstadt. Der frische Stil zieht sich nicht nur durch Sprechart, Deko, Veranstaltungslogo und bunte Bühnenbeleuchtung, sondern auch durch die Themen. Großstadt wird großgeschrieben, Internationalität dann zwingend auch. Warum, fragt sich der Kölner Simon Stäblein, der es von Bayern in die nordrhein-westfälische Metropole geschafft hat, gönnen Menschen anderen Menschen keine Freude mehr, und hängt die notorische Fahrradklauerei in den Großstädten womöglich mit dem Auftauchen des Fahrradkurierdienstes Foodora zusammen? Was machen die Mittzwanziger nur mit ihrem Leben, ein Bachelorstudium? Master? Oder doch lieber noch ein Praktikum? Foodorafahrer? Fragen über Fragen. In den Freizeitpark geht es mit Benni Stark aus Hamburg, der vielleicht lieber doch nicht in den Freefalltower gegangen wäre und stattdessen besser das Gesellschaftsspiel „Activity“ gespielt hätte, um Leuten zuzuschauen, wie sie sich unter Adrenalin zum Affen machen. Denn der Achterbahn traut er nicht so richtig und auch nicht den Leuten, die finden, dass es „beim dritten Mal schon langweilig wird, oder?“.

Bloß keine Verwechslung mit Kim Jong-il!

Ill-Young Kim, ebenfalls aus Köln, der Wert darauf legt, nicht mit dem koreanischen Diktator Kim Jong-il verwechselt zu werden, hat ebenfalls viel zu berichten, kennt Stereotypen und gibt zu, dass einigen sicher auch ein kleiner, lustiger Kern zugrunde liegt. So ein bisschen ähnlich sind die Asiaten auch manchmal für ihn.

Publikum lachte sich zügig warm

Als Überleitung zwischen den einzelnen Acts moderiert Costa Meronianakis locker und leicht konfrontativ die Abendveranstaltung, erzählt auch ein paar lustige Geschichte von Vorurteilen, von unerfolgreichen Discoabenden und den griechischen Eltern. Anfangs noch etwas zögerlich (als Simon Stäblein, schlaksig und mit schnittiger, moderner Frisur, die Bühne betritt) lacht sich das Publikum dann doch zügig warm über die bekannten Probleme der jungen Erwachsenen. Ratlosigkeit bei der Jobsuche, mysteriöser Großstadtdschungel und das Rätsel, warum sich die Angebetete benimmt, wie sie sich eben benimmt, treffen anscheinend den Nerv, ein paar nur halb jugendfreie Zoten sind auch dabei, darüber kichert jeder. Nicht überraschend, dass es am Ende lauten Applaus gibt und jubelnde Pfiffe.

„NightWash“ im Januar 2018 wieder in Siegen

Einige sind schon erfahrene „NightWash“-Gäste, andere zum ersten Mal da, aber wie es klingt, war es nicht zwingend das letzte Mal. Comedy Marke „NightWash“ zeigt stets wechselnde Entertainer, noch jung und unbekannt, vielleicht auch mal mit nicht ganz so oft gehörten Gags. Was in einem Kölner Waschsalon begann, hat nun schon mehrere Ableger im Fernsehen, auf Livetouren und mit Best-ofs. Regelmäßig melden sich neue, ambitionierte Entertainer, denen das Veranstaltungskonzept bereits seit 2001 eine Startrampe bietet. Die nächste Gelegenheit, die jungen Talente von „NightWash“ auf ihrem Weg zur Bekanntheit zu unterstützen, ist in Siegen am 18. Januar nächsten Jahres. Wer einen Abend nichts vor und Lust auf ein wenig locker-flockige Unterhaltung hat, kann ja mal vorbeischauen. Und wer so lange nicht warten möchte, kann sich problemlos schon mal online in die Materie einarbeiten. Vielleicht entdeckt man ja schon einen Favoriten!

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