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13.09.2017 07:38
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Im Kreis Siegen-Wittgenstein müssen neue Kita-Plätze geschaffen werden. Symbolbild: ja
Im Kreis Siegen-Wittgenstein müssen neue Kita-Plätze geschaffen werden. Symbolbild: ja

Kreisjugendhilfeausschuss

Neue Kitas „nur im Dreiklang“

ihm - Die Infrastrukturplanung der Kreisverwaltung Siegen-Wittgenstein für die Kita-Planung hat offenbar für Unruhe in den betroffenen Kommunen gesorgt. Das jedenfalls berichtete Petra Weskamp (SPD), die Vorsitzende des Kreisjugendhilfeausschusses, der am Dienstag in Birkelbach tagte. Weskamp unterstrich, dass die unabhängig von der konkreten Bedarfsplanung (sie läuft im Oktober an) vorgelegte längerfristige Betrachtung dringend erforderlich sei, weil die Realität die Prognosen in jüngerer Vergangenheit stets überholt habe. Die Kinderzahlen seien entgegen den Vorhersagen angestiegen. „Die Verwaltung braucht verlässliche Planzahlen.“

Eltern haben Angst vor Kita-Schließungen

Diese habe man ermittelt, indem die jeweils höchste Nachfrage für U3-Plätze für die vergangenen beiden Kindergartenjahre in den Kommunen noch einmal um 5 Prozent erhöht worden sei. Die sich daraus ergebende prozentuale Kitaquote für Kinder zwischen einem und drei Jahren soll künftig maßgebend sein. Sie liegt zwischen 55 (Erndtebrück) und 74 Prozent (Wilnsdorf). Aus diesen Zahlen aber hätten sich Irritationen ergeben. „Eltern glauben, dass bestimmte Einrichtungen dicht gemacht werden“ – offenbar aufgrund der teilweise vorhandenen rechnerischen Überkapazitäten. Weskamp: „Das ist nicht der Fall.“

Alle Kinder haben einen Platz bekommen

Der Kreis habe „viel Prügel bekommen“ – auch aus den Städten und Gemeinden, weil er angeblich nicht in der Lage sei, vernünftig zu planen. Aber die Kita-Situation in den Griff bekommen könne man nur, wenn alle gemeinsam an einem Strang zögen. Jugendamtsleiterin Pia Cimolino hatte zunächst eine gute Nachricht mitgebracht: Alle Kinder im Kreis, die angemeldet wurden, haben zum 1. August einen Betreuungsplatz bekommen – in einigen Kommunen etwas später.

Kreis, Träger und Kommunen müssen bei Kita-Planung an einem Strang ziehen

Dass die Nachfrage nach U3-Plätzen größer geworden sei als zu Beginn erwartet, betonte auch sie. Man habe bei der ersten Umfrage Nachfragequoten knapp unter 30 bis rund 35 Prozent gehabt. Parallel zur steigenden prozentualen Nachfrage seien auch noch die Geburtenzahlen gestiegen. In den Städten und Gemeinden des Kreises (außer Stadt Siegen) wurden vor drei Jahren 1433 Babys geboren, in diesem Jahr werde man nach Hochrechnungen wohl auf 1800 Neugeborene kommen. Dass der Bau neuer Kindergärten und die Einrichtung neuer Gruppen nur mit investitionswilligen Trägern und kooperationswilligen Städten und Gemeinden funktioniert, unterstrich Dezernent Henning Setzer: „Wir können den Bedarf nur im Dreiklang decken.“

Handlungsbedarf ist gegeben

Der Jugendhilfeausschuss beschloss die vorgeschlagenen Maßnahmen zur Schaffung neuer Kitaplätze in den einzelnen Kommunen aufgrund der quantitativen Analyse und beauftragte die Kreisverwaltung, die Umsetzungsvorschläge „mit allen an der Bedarfsplanung Beteiligten weiter zu konkretisieren und möglichst einvernehmlich umzusetzen.“ Dass man sich dabei nicht viel Zeit lassen kann, verschwieg Pia Cimolino nicht. „Wir brauchen die ersten zusätzlichen Plätze im August 2018.“

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