Lokales
13.09.2017 08:10
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Die Sporthalle Stählerwiese in Kreuztal soll erweitert werden. Foto: Anja Bieler-Barth
Die Sporthalle Stählerwiese in Kreuztal soll erweitert werden. Foto: Anja Bieler-Barth

Baupläne vorgestellt

Mehr Zuschauer in der Stählerwiese

nja - „Noch reden wir im Konjunktiv“, betonte Philipp Krause (CDU) als Vorsitzender des Kreuztaler Sportausschusses am Diensta, als in diesem Gremium erstmals konkrete Pläne für eine Erweiterung der Dreifachturnhalle im Sportzentrum Stählerwiese präsentiert wurden. Deren Ziel: insbesondere die Schaffung von weiterem Raum für die Zuschauer sportlicher Veranstaltungen in dem die Hallen A, B und C umfassenden Gebäudeteil aus dem Jahr 1974.

Zuschauerkapazität soll von 1200 auf 1500 steigen

Die einzige Möglichkeit, eine zusätzliche Tribüne zu integrieren, sieht die Stadt im Bereich der Außenwand bzw. Baulücke Richtung Zweifachturnhalle. Die Geräteräume, so Stadtbaurat Eberhard Vogel, würden alle benötigt und seien daher tabu. Hochbauamtsleiter Frieder Bosch erläuterte, wie in einem rund 38 Meter langen und 8,20 Meter breiten Anbau 232 weitere Sitz- und rund 80 Stehplätze entstehen könnten. Damit könnten statt bisher 1200 künftig 1500 Zuschauer in der Halle Platz finden. Stadtbaurat Vogel betonte, dies komme nicht nur dem TuS Ferndorf und somit dem Publikumsmagnet Handball zugute. Auch bei vielen anderen Veranstaltungen gelange man an die Kapazitätsgrenzen. Beispielhaft nannte er Events der Turnerinnen und Turner.

Auch an Rollstuhlfahrer wurde gedacht

Sollten die Pläne – vielleicht schon im nächsten Jahr – Realität werden, würde also der Durchgang zwischen Zwei- und Dreifachturnhalle verschwinden. Die kleinere Halle aus dem Jahr 1998 würde aber nicht über den Anbau erschlossen. Die Fassade des Neubaus enthält laut Planung viel Glas. Zunächst gelangt der Zuschauer in ein vier Meter hohes Foyer und via Treppe (oder Hebebühne für in der Mobilität eingeschränkte Sportfreunde) zur Tribüne. Diese sieht einen Mittelblock für 132 sowie zwei Außenblöcke für jeweils rund 50 Sitzplätze vor. Darüber bleibt Platz für „stehende Ovationen“. Auf der unteren „Etage“ der Tribüne werden in den Außenblöcken Klappstühle eingeplant, die Rollstuhlfahrern Platz bescheren. Wohl auch, da die neue Tribüne gewissermaßen „hinter“ einem der Handballtore liegt, wird an einen durchsichtigen Prallschutz gedacht. Die Tribünentreppen werden so breit konzipiert, dass (fußläufiger) Begegnungsverkehr schubsfrei möglich sein soll.

Clubraum mit freier Sicht aufs Spielfeld

Auch ein Obergeschoss kann es im Anbau geben. Neben einem 13 Quadratmeter kleinen Foyer könnte dort ein Clubraum entstehen, z. B. für Besprechungen: beides mit freier Sicht auf das Spielfeld. Im Untergeschoss, also unter der neuen Tribüne, werden u. a. barrierefreie Sanitäranlagen geplant. Über Kosten wurde am Dienstag noch nicht geredet; die Politik nahm somit zunächst einmal die baulichen Ideen zur Kenntnis, um sie nun in den Fraktionen zu beraten. Marion Kleis (CDU) erkundigte sich aber schon mal nach möglichen Zeitplänen für die Umsetzung sowie deren eventuelle Auswirkung auf Spiel- und Trainingsbetrieb. Denkbar wäre ein Baubeginn im Außenbereich (Kanal, Fundament und Bodenplatte) ab März, so Frieder Bosch. Nach Abschluss des Landeskinderturnfests (8. bis 10. Juni 2018) könnte die Hallenwand abgerissen werden. Halle C müsste dann isoliert und gesperrt werden – zumindest, bis die groben Arbeiten abgeschlossen sind. Bosch sprach vorsichtig von einer Phase bis zum Ende der Sommerferien.

Kein weiterer Imbiss geplant

Die neue Tribüne würde sich über 220 Quadratmeter erstrecken, das Obergeschoss böte insgesamt 75 Quadratmeter Nutzfläche. Eine weitere Imbissmöglichkeit ist dort nicht vorgesehen. Reinhard Lange (UWG) hatte danach gefragt – und auch nach der Möglichkeit, eine Klimaanlage zu installieren: Bei einer vollen Halle komme man schon heute auch ohne Sport zu treiben ins Schwitzen. Da ein Teil der Hallendecke im Zuge der Anbauarbeiten erneuert werden müsse, so Bosch, könne dann über die Be- und Entlüftung nachgedacht werden.

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