Lokales
20.04.2017 14:12
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Symbolbild: Polizei NRW
Symbolbild: Polizei NRW

Notruf-Missbrauch dürfte teuer werden

Mann legt Bahnstrecke lahm

sz - Am Osterwochenende meldete sich - unter offenbar falschem Namen, aber unter seiner korrekten Handynummer - per Notruf ein 28-jähriger Mann bei der Rettungsleitstelle und teilte dort und später gegenüber Polizeibeamten sinngemäß mit:

Er habe in der Nacht zu Ostersonntag einen jungen Mann in einer Gaststätte in Eiserfeld kennengelernt. Man habe sich unterhalten und festgestellt, dass beide unter einer Nuss-Allergie leiden. Um nun einmal auszutesten, wer diese Allergie denn länger aushalte (ohne einen Rettungswagen zu rufen), habe man zusammen eine Tüte Erdnüsse gegessen. Schließlich habe sein Bekannter aber die Rettungsleitstelle angerufen, da er Atemnot bekommen habe. Dann sei der Bekannte am Eiserfelder Bahnhof durch die Unterführung zum Bahnsteig gegangen und dort die Schienen entlang fort in Richtung Niederschelden gelaufen.

Suche mit Diensthund und Streifenwagen

Die nun alarmierte Polizei machte sich umgehend auf die Suche nach dem auf irgendwelchen Gleisen umherirrenden Mann. Dabei wurden mehrere Streifenwagenbesatzungen und auch ein Diensthund eingesetzt. Zudem veranlasste die Leitstelle der Polizei die vorsorgliche Sperrung der von dem 28-Jährigen bezeichneten Bahnstrecke für den Bahnverkehr. Der 28-Jährige selbst wurde zwischenzeitlich wegen seiner angeblichen Nuss-Allergie vor Ort in einem Rettungswagen versorgt. Eine medizinische Behandlung war allerdings nicht notwendig.

Die Konsequenzen

Da die anschließenden polizeilichen Ermittlungen und Überprüfungen zu den von dem 28-Jährigen angegebenen (falschen) Personalien zu keinem logischen Ergebnis führten, konfrontierten ihn die Beamten mit dem Vorwurf, die ganze Geschichte nur erfunden und den Notruf missbräuchlich benutzt zu haben.

Der laut Alkoholtest unter fast 2 Promille stehende 28-Jährige blieb allerdings bei seiner „Story" und wollte sich nunmehr selbst ins Gleisbett begeben, um seinen Bekannten zu suchen. Dies wurde ihm jedoch seitens der eingesetzten Beamten „untersagt“. Zudem erhielt er einen Platzverweis und muss sich nun auch in strafrechtlicher Hinsicht verantworten. 

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