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20.04.2017 15:45
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Der Evangelische Kirchenkreis Wittgenstein um Superintendent Stefan Berk (M.) verleiht wieder den Innovationspreis. Vor zwei Jahren gewann die Berleburger Kirchengemeinde. Foto: Archiv
Der Evangelische Kirchenkreis Wittgenstein um Superintendent Stefan Berk (M.) verleiht wieder den Innovationspreis. Vor zwei Jahren gewann die Berleburger Kirchengemeinde. Foto: Archiv

Kirchenkreis lobt wieder Innovationspreis aus

Leitmotiv in Martin Luthers Sinne

sz - 2017 jährt sich zum 500. Mal der Thesenanschlag Martin Luthers an die Tür der Wittenberger Schlosskirche, der als Beginn der Reformation gilt. Das Wort „Reformation“ leitet sich aus dem Lateinischen ab und bedeutet soviel wie Erneuerung. 500 Jahre lang permanente Erneuerung ist ein hoher Anspruch, wahrscheinlich war dieser nie zu erfüllen. An vielen Stellen haben auch in der evangelischen Kirche Sätze wie „Das haben wir schon immer so gemacht“ oder auf der anderen Seite „Das haben wir noch nie so gemacht“ notwendige Diskussionen im Keim erstickt.

Innovationspreis wurde 2010 von der Synode beschlossen

Hinzu kam, dass in Zeiten einer sehr guten finanziellen Ausstattung bis zum Ende des 20. Jahrhunderts viele Gemeinden auf ihren bekannten und bewährten Wegen sorgenlos und oft auch recht sorglos durch das Kirchenjahr und durch den Alltag gehen konnten. Genau deshalb möchte der Evangelische Kirchenkreis Wittgenstein im Reformationsjubiläumsjahr zum dritten Mal frische, junge und neue Ideen seiner Kirchengemeiden und Arbeitsbereiche mit dem Innovationspreis „Ein Schatz im Acker“ auszeichnen. Dieser wurde in der 2010 von der Kreissynode beschlossenen Konzeption des Evangelischen Kirchenkreises angekündigt. Eines der Konzeptionsziele wurde formuliert: „Der Kirchenkreis ist attraktiv – mit Überzeugung den eigenen Platz finden.“ Als ein Schritt zur Umsetzung wurde der Innovationspreis festgeschrieben.

Stärkung der Zukunftsfähigkeit von Kirche ist das Ziel

Der Preis soll in den ungeraden Jahreszahlen bei der Sommersynode verliehen werden. Es wurde bewusst darauf verzichtet, im Vorhinein die Projektideen allzu eng zu begrenzen. Als wesentliche Kriterien sind einerseits die Wertschätzung von Mitarbeitenden und andererseits die Stärkung der Zukunftsfähigkeit von Kirche zu nennen. Beides hat mit der Attraktivität des Kirchenkreises unmittelbar zu tun: Wo Menschen sich wertgeschätzt wissen, können sie auch neue und ungewohnte Wege einschlagen und Projekte entwickeln. Zu der Jury gehören Menschen aus dem Synodalvorstand des Kirchenkreises. Das Geld für die Preise wird vom Kirchenkreis zur Verfügung gestellt, 2013 und 2015 wurden jeweils 2100 Euro Preisgeld ausgeschüttet.

Alle Kirchengemeinden und Arbeitsbereiche eingeladen

Der Bewerbungsschluss für das laufende Jahr läuft am Mittwoch, 31. Mai, ab. Alles Weitere findet sich in einem Faltblatt, das Interessierte auf der Seite des Kirchenkreises im Internet herunterladen können. Die Preisverleihung findet im Rahmen der Wittgensteiner Kreissynode am 21. Juni statt. Über dem Wettbewerb steht der eine Gedanke: Es geht darum, Neues zu wagen, um mit den Menschen im Evangelischen Kirchenkreis Wittgenstein auch in Zukunft das Gute aus der alten Frohen Botschaft des Evangeliums leben zu können. Alle Kirchengemeinden und Arbeitsbereiche des Wittgensteiner Kirchenkreises sind ausdrücklich zur Teilnahme eingeladen.

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