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10.08.2017 08:49
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 Für den Film über die Bonbonschlacht in der Disco muss Emma alle Figuren bewegen – nach jedem Foto ein bisschen. Eine mühselige Arbeit, aber am Ende soll schließlich ein toller Film entstehen. Fotos: sos

Für den Film über die Bonbonschlacht in der Disco muss Emma alle Figuren bewegen – nach jedem Foto ein bisschen. Eine mühselige Arbeit, aber am Ende soll schließlich ein toller Film entstehen. Fotos: sos

Drei Drehbücher geschrieben

Kinder drehen Stop-Motion-Videos

sos - Foto, Bewegung, Foto, Bewegung, Foto, Bewegung – so funktioniert die Filmtechnik „Stop-Motion“. Oder in Mias Worten ausgedrückt: „Dieses minimale Bewegen ist so anstrengend!“ Mit dreizehn anderen Kindern zwischen zehn und 14 Jahren nimmt sie seit Dienstag im Rahmen der Netphener Ferienspiele an einem Trickfilmworkshop im Irmgarteichener Jugendtreff KOT teil. Begleitet von zwei Videoproduzenten drehen sie noch bis Freitag eigene Filme, basierend auf ihren selbst geschriebenen Drehbüchern. Gefördert wird das Projekt vom Kreis Siegen-Wittgenstein und dem „Kulturrucksack NRW“.

Sehr viel Arbeit

Obwohl die beiden Videoproduzenten den Kindern zu Beginn des Workshops in einem Einführungsfilm gezeigt haben, wie viel Arbeit hinter der Stop-Motion-Technik steckt, ist den meisten noch nicht ganz klar, wie viel Arbeit auf sie zukommt: Für eine Sekunde im Film müssen sie mindestens zwölf Fotos machen, damit die Bewegungen am Ende einigermaßen flüssig aussehen. Am Ende werden die Filme zwischen 30 Sekunden und zwei Minuten lang sein, schätzt Thomas Loris. Von den Drehbüchern sind die Produzenten auf jeden Fall schon einmal begeistert. 

Film 1

Emma, Jenny, Louisa, Lina und Louisa haben sich dazu entschlossen, einen Märchenfilm zu produzieren. „Rapunzel neu verfilmt“ soll er heißen. „Wie Rapunzel, nur eben witzig“, verrät Jenny. Die zwei Schauplätze, also das Schloss und den Turm, haben sie schon gebastelt. Auch die Figuren sind schon fertig. Vor allem die sollen die Zuschauer am Ende zum Lachen bringen: Einfache Puppen waren den Mädchen nämlich zu langweilig, stattdessen wurden Küchenutensilien zu Prinz, Rapunzel und Hexe umfunktioniert.

Film 2

Einen Tisch weiter feilt die nächste Gruppe an ihrem Film. Sie haben sich einen besonders schwierigen Schauplatz ausgesucht. Schwierig deshalb, weil sich ihre Figuren in einer Disco befinden. Da reichen natürlich nicht zwei Gäste, sondern mindestens zwanzig sollten es schon sein. Das heißt aber auch, dass all die Figuren für jedes Foto ein bisschen bewegt werden müssen. „Es waren so viele – da haben wir gerade schon mal zwei nach Hause geschickt“, sagt Videoproduzent Sven Leidig lachend. Aber noch immer ist es der Gruppe zu anstrengend, sodass sie tricksen und fünfmal das selbe Foto aufnehmen – ganz ohne Bewegung im Bild. „Wir wollen Zeit schinden“, gibt Bastian zu. Schließlich gibt es noch eine Menge im Film zu erzählen: Jemand wird mit einem Getränk überschüttet, eine Bonbonschlacht wird entfacht, die Discokugel soll explodieren und es soll Konfetti durch die Luft wirbeln.

Film 3

Ein düsteres Szenario hat sich die dritte Gruppe ausgedacht: Ein Auge will die Stadt mit einem Laserstrahl zerstören. Das Militär schafft es zwar, das Auge vom Himmel zu schießen, doch es bewegt sich noch und ergreift die Flucht. Ende offen. Über die Vertonung haben sich die Kinder schon ihre Gedanken gemacht: „Es werden vor allem Schreie sein“, erklärt Mia.

 Die Bewohner dieser Stadt ahnen noch nicht, was auf sie zukommt: Ein riesiges Auge will mit einem Laserstrahl alles zerstören.

Die Bewohner dieser Stadt ahnen noch nicht, was auf sie zukommt: Ein riesiges Auge will mit einem Laserstrahl alles zerstören.

 Louisa, Emma, Jenny, Lina und Louisa (v. l.) gehen noch einmal ihr Drehbuch durch und stoppen die Zeit.

Louisa, Emma, Jenny, Lina und Louisa (v. l.) gehen noch einmal ihr Drehbuch durch und stoppen die Zeit.

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