Kultur
09.04.2017 14:43
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 Goytaca aus Düsseldorf fegten mit viel Spaß und mächtig Gitarren-Druck über die Bühne des Push-Festivals. Foto: sib

Goytaca aus Düsseldorf fegten mit viel Spaß und mächtig Gitarren-Druck über die Bühne des Push-Festivals. Foto: sib

300 Gäste beim Push-Festival in Hilchenbach

Genuss für Metal-Fans

sib - Was einst als Newcomer-Festival für heimischen Musikernachwuchs begann, hat sich zum Treffpunkt für aufstrebende, starke Vertreter der eher härteren musikalischen Spielarten gemausert: Beim inzwischen 14. Push-Festival in der Aula der Carl-Kraemer-Realschule in Hilchenbach gaben sich am Samstag sieben Hardrock- und Metal-Combos ein lautstarkes Stelldichein. Auch die Rahmenbedingungen, auf die Bands und Publikum bei dieser gemeinsamen Veranstaltung des Jugendbüros der Stadt Hilchenbach und des Vereins Push treffen, haben sich seit dem ersten Festival 2003 immer weiter verbessert. Professionelle Veranstaltungstechnik, Security, „Merch- und Mampf-Stände“, solide Promo und eine sehr umsichtige Jury, die sich im Vorfeld des Konzerts durch gut 60 Bewerbungen wühlte, machten das Festival erneut zu einem frisch-würzigen Leckerbissen für die Fans in der Region.

Mind Like Hurricanes als Opener

Rund 300 Gäste kamen, um den Acts zuzuhören und die eine oder andere Pogo-Runde einzuläuten. Souverän und sichtlich bühnenerfahren meisterten Mind Like Hurricanes aus Olpe die zumeist ziemlich unangenehme Situation des Openers mit ihrem progressiven Metalcore. Überschäumende Spielfreude und Texte in gleich drei Sprachen brachte das Death- und Thrash-Metal-Quartett Goytaca aus Düsseldorf nach Hilchenbach. Abgelöst wurden sie auf den Bühnenbohlen von High Roller. Die Siegener Herren schraubten die Temperatur in der Halle mit ihrem selbst gebrauten Hardrock nochmal ordentlich weiter in die Höhe. Booze Bug aus Siegen bedienen ebenfalls das Hardrock-Segment. Erst 2012 gegründet, haben sie bereits einen Label-Vertrag und wissen der sonnigen Seite des Lebens geschickt witzige Texte und griffige Melodien abzugewinnen. Die Heavy-Rock-Band Tylor Leads aus Siegen und Recklinghausen ist der Meinung, ihre Musik müsse klatschen. Was sie offenbar auch tut, denn schon 2016 elektrifizierten die Newcomer die Push-Besucher und zogen nun erfolgreich nach.

Mortal Hatred heizten am Ende ordentlich ein

Die weiteste Anreise hatten A Secret Revealed aus Würzburg, die melodiereichen Post-Metal ans geneigte Zuhörer-Ohr transportierten. Zu guter Letzt kam das Push-Urgestein Mortal Hatred zum Zuge. Die Band verkaufte vor der Halle signierte Waffeln, um die Kasse aufzubessern, und ließ auch während ihres Gigs ordentlich Hitze aufkommen. Die fünfköpfige Kreuztaler Combo spielt einen druckvollen, schnellen Mix aus Death Metal, Hardcore und Metalcore und sorgte so für einen würdigen Abschluss des Festivals.

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