Lokales
12.08.2017 10:00
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 Zwei Einzelhändler im Kernort von Erndtebrück hatten im Rahmen der Nacht der Nächte ihre Geschäfte geöffnet. Die Verwaltung hat nun Konsequenzen gezogen und ihnen eine schriftliche Verwarnung erteilt. Dafür ernten die Verantwortlichen Kritik. Foto: Timo Karl

Zwei Einzelhändler im Kernort von Erndtebrück hatten im Rahmen der Nacht der Nächte ihre Geschäfte geöffnet. Die Verwaltung hat nun Konsequenzen gezogen und ihnen eine schriftliche Verwarnung erteilt. Dafür ernten die Verantwortlichen Kritik. Foto: Timo Karl

Schriftliche Verwarnung an Einzelhändler

Gegenwind für die Verwaltung

tika - Am Ende blieb die Gemeinde Erndtebrück eisern – und hat sich damit den Unmut einiger politischer Vertreter zugezogen. Dabei basierte der Vorfall, der sich im Rahmen der Nacht der Nächte zugetragen hatte, letztlich auf einem Missverständnis zwischen einem Verwaltungsmitarbeiter und zwei Einzelhändlern in Erndtebrück. Diese hatten im Rahmen des Aktionstags, der in diesem Jahr auf einen Sonntag gefallen war, ihre Geschäfte geöffnet. Zuvor hatten sie dafür grünes Licht aus dem Rathaus erhalten, nur um dann fast acht Wochen (!) nach der Veranstaltung ein ordnungsbehördliches Schreiben im Briefkasten vorzufinden. Die Gemeindeverwaltung hat nun Nägel mit Köpfen gemacht – und den betroffenen Einzelhändlern nach gesicherten Informationen der Siegener Zeitung eine schriftliche Verwarnung erteilt.

Verwaltung hüllt sich weiter in Schweigen

Eines der beiden Geschäfte, das während der Nacht der Nächte geöffnet hatte, war das Schuhhaus Belz. Inhaberin Petra Roth gab sich – wie schon nach Bekanntwerden des Vorfalls – bedeckt und wollte sich nicht weiter äußern. „Dazu kann man nichts mehr sagen“, erklärte die Erndtebrückerin vielsagend. Letztlich war es zu der Öffnung gekommen, weil die Verwaltung den Einzelhändlern zunächst erlaubt hatte, ihre Geschäfte an diesem Sonntag zu öffnen. Intern war wenig später ein Widerruf der mündlichen Genehmigung im Rathaus erfolgt – dies allerdings hatten die Verantwortlichen den beiden Einzelhändlern nicht mehr kommuniziert, so dass diese abstimmungsgemäß zur sonntäglichen Nacht der Nächte öffneten. Die Gemeinde Erndtebrück wollte sich zu dem Vorgang nicht weiter äußern. „Der Ordnungsbehörde ist es grundsätzlich rechtlich nicht erlaubt, Auskünfte an Dritte zu erteilen, ob ein Ordnungswidrigkeiten-Verfahren eingeleitet wurde, wie der Verfahrensstand ist und auch nicht, mit welchem Ergebnis ein Verfahren abgeschlossen wurde“, hüllte sich die Pressestelle der Gemeinde Erndtebrück am Freitag auf SZ-Anfrage weiter in den Mantel des Schweigens. Die Verwaltung wies darauf hin, dass die „Wahrung schutzwürdiger Interessen entsprechend Betroffener“ im Vordergrund stehe. Vom Tisch sein dürfte die Sache damit allerdings keinesfalls – vielmehr dürfte sie ein Nachspiel für alle Beteiligten rund um die Öffnung haben.

„Lassen wir so nicht auf uns sitzen“

Bereits in der jüngsten Ratssitzung Mitte Juli hatte Heinz-Josef Linten der Verwaltung eine Standpauke erteilt. Damals hatte das CDU-Ratsmitglied gefordert, das ordnungsbehördliche Schreiben, dem die Gemeindeverwaltung auch einen Anhörungsbogen beigefügt hatte, unverzüglich zurückzunehmen – dies geschah allerdings mitnichten. Der Mann aus der Edergemeinde sprach damals von einer „Schikane unserer Bürger“. Und deshalb will der ehemalige Bürgermeister von Erndtebrück den neuerlichen Schriftverkehr – die schriftliche Verwarnung, bei der die Verwaltung nach SZ-Informationen immerhin auf die Erteilung eines Bußgeldes verzichtet hat – nicht auf sich beruhen lassen. „Das lassen wir so nicht auf uns sitzen. Die Verwaltung ist Dienstleister für die Bevölkerung, so kann die Gemeinde daher allerdings nicht mit ihren Bürgern und Händlern umgehen. Wir denken daher über eine Sitzung des Ältestenrates nach, der sich dann mit dem Thema befassen könnte“, deutete Heinz-Josef Linten drastische Schritte an.

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