Sport
08.09.2017 10:47
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Jonas Faulenbach erzielte in Aurich zehn Tore für den TuS Ferndorf. Foto: zaun
Jonas Faulenbach erzielte in Aurich zehn Tore für den TuS Ferndorf. Foto: zaun

3. Handball-Liga West

Ferndorf mit Neuzugang Wörner zum 31:21

sz- Drei Teams führen nach drei Spieltagen die Tabelle der 3. Handball-Liga West mit makellosen 6:0 Punkten an. An der Spitze steht nicht ganz unerwartet der TuS Ferndorf, der auch in Ostfriesland seine Auswärtsaufgabe beim OHV Aurich letztlich überragend löste und nach seinem 31:21 (15:10)-Sieg die Tabelle vor Bayer Dormagen und der HSG Krefeld aufgrund des besten Torverhältnisses anführt. Mit dem Trio dahinter, bestehend auch Leichlingen, Schalksmühle und Longerich (alle 4:2), sind auch schon die vermutlich besten Drittligisten ebenfalls stark aus den Startlöchern gekommen.

In Hüttenberg ein Linkshänder zu viel

Doch nach dem letztlich ungefährdeten Triumph beim Vorjahres-Sechsten der 3. Liga Nord (Aurich wurde umgruppiert) war weniger der Spielverlauf oder die Torstatistik in aller Munde sondern ein wie aus dem Nichts aufgetauchter neuer Spieler im TuS-Trikot: Jan Wörner vom Bundesliga-Aufsteiger TV Hüttenberg! Noch am Donnerstag stand der erst 22-Jährige im Kader der Hüttenberger, als diese im Hessen-Duell der 1. Liga dem Rivalen HSG Wetzlar ein 24:24 abtrotzten. Auf der Tribüne sah auch Mirza Sijaric vom TuS Ferndorf zu, der nach dem Match mit TVH-Manager Lothar Weber das Leihgeschäft unter Dach und Fach brachte. Zu Beginn seiner noch relativ jungen Karriere ware der 1,89 m große Linkshänder mit Salamander Kornwestheim in die 3. Liga Süd aufgestiegen und dann zum dortigen Liga-Rivalen TSB Heilbronn-Horksheim gewechselt. Im Januar diesen Jahres angelte sich Zweitligist TV Hüttenberg die Dienste Wörners, der mit den Hessen in die Bundesliga aufstieg.

Neue hessische Fahrgemeinschaft

Doch zusätzlich zum Stamm-Halbrechten Ragnar Johannsson verpflichtete Hüttenberg dann auch noch mit dem zuletzt in Dubai aktiven Vladan Lipovina einen weiteren starken Linkshänder, so dass Wörner kaum noch Spielzeiten kam. Jetzt wird er mit dem Gießener Jonas Faulenbach eine Fahrgemeinschaft bilden und künftig an drei Tagen in Kreuztal und zusätzlich zweimal in Hüttenberg trainieren. Vor der Abfahrt nach Ostfriesland hatte Wörner am Freitag und Samstagmorgen mit seiner neuen Mannschaft trainiert. „In Aurich haben wir dann anhand von Spielvideos die Zeit genutzt, um ihm unser Spielsystem näher zu bringen“, erklärte TuS-Trainer Michael Lerscht gestern Abend nach der Partie an der Nordsee. Und als Lucas Schneider gestern nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff zur 2. Halbzeit mit einer Zwei-Minuten-Strafe auf die Bank musste, feierte Wörner sein Drittliga-Debüt im Westen: mit zwei Toren und ebenfalls einer Zeitstrafe. „Er ist hungrig auf Spielzeit und passt auch menschlich und charakterlich zu unserer Truppe“, schilderte Lerscht erste Eindrücke des - wenn man denn so will - Baumgärtner-Nachfolgers auf halbrechts.

Jonas Faulenbach zehnfacher Torschütze

Die Akzente in Ostfriesland setzten indes noch andere. Da sich der Gast aus dem Siegerland anfangs ein wenig schwer tat. bedurfte es einiger Kraftakte des anderen Hessen, Jonas Faulenbach, der zwischen der 7. und 11. Minute mit drei Treffern in Folge den anfangs zähen Vorsprung auf 5:1 ausdehnte. Am Ende ballerte „Faule“ zehnmal ins Netz der Gastgeber, deren oft frenetischer Anhang nicht mehr viel zu jubeln hatte. Lediglich der starke Außen Josip Crnic (10), der Aurich auf 8:11 heranbrachte, ließ ein wenig Hoffnung keimen. Aber auch hier sorgten die Routiniers Faulenbach und Koloper bis zur Halbzeitsirene für relativ klare Verhältnisse. „Wir haben wieder sehr gut verteidigt, nur 21 Gegentore kassiert und hintenraus natürlich auch von unserer Bank und unserer Athletik profitiert“, freute sich Lerscht, dessen Team in den zweiten 30 Minuten den Vorsprung nach einem Mini-Durchhänger kontinuierlich ausbaute und am Ende auch durch mehrere Tempo-Gegenstoß-Treffer Kevin Johns souverän auf die Siegesstraße einbog.

Zweitliga-Aufstieg fehlt noch in der Vita

Und Wörner kann jetzt weiter an seiner „Vita“ arbeiten. Da fehlt nämlich noch ein Aufstieg in die 2. Bundesliga....

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