Lokales
11.08.2017 09:00
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 Brückensperrung in Fischelbach: Ratsmitglied Michael Ermert sieht dies erst als Anfang, weitere Bauwerke seien in naher Zukunft ebenfalls zu ertüchtigen. Foto: privat

Brückensperrung in Fischelbach: Ratsmitglied Michael Ermert sieht dies erst als Anfang, weitere Bauwerke seien in naher Zukunft ebenfalls zu ertüchtigen. Foto: privat

Brückensanierung

Ermert beklagt fehlenden Überblick

vö - In Bad Berleburg geht die Erarbeitung des Straßen- und Wegebewirtschaftungskonzeptes in die entscheidende Phase – bis Oktober soll zumindest der Entwurf in Sachen Wirtschaftswege stehen. Die Idee dahinter: Die Kommune wolle bei der Infrastruktur nicht mehr punktuell handeln, sondern die Thematik ganzheitlich betrachten und dann gezielt Schwerpunkte setzen. Diesen Weg hätte sich FDP-Ratsmitglied Michael Ermert auch für die Stadt Bad Laasphe gewünscht. Der Banfer hatte öffentlich die Sanierung des „Wurschtebrückelchens“ in der Kernstadt für einen mittleren fünfstelligen Euro-Betrag scharf kritisiert – und auch dagegen gestimmt. Begründung: Er sei davon überzeugt, dass es im gesamten Stadtgebiet eine ganze Reihe von Brückenbauwerken gebe, bei denen eine Sanierung erforderlich sei.

„Befinden uns hier und da einen Zentimeter vor der Sperrung“

Stimmt nicht – hielt die Stadtverwaltung dagegen. Das Thema Brücken habe man im Rathaus exakt im Blick, der Zustand der Bauwerke liege durchschnittlich bei 3+. Das wolle er auch gar nicht abstreiten, argumentierte Michael Ermert, allerdings müsse man in diesem Zusammenhang auch wissen, dass Brücken überhaupt nur noch dann geprüft würden, wenn die Note 4 vorliege. „Wir befinden uns also hier und da einen Zentimeter vor der Sperrung, wenn ich davon ausgehe, dass es sich um einen Durchschnittswert handelt. Es wird Brücken geben, deren baulicher Zustand besser ist als 3+, dann wird es auch welche geben, die darunter liegen.“ Ganz aktuell sieht sich der Banfer in seinen Befürchtungen bestätigt – nach der Sperrung der Brücke „Am Bohnstein“ in Fischelbach. Die sei zwar nicht lebensnotwendig, weil es eine gute Alternative gebe: „Aber aus meiner Sicht ist das der Anfang. Es war genau so zu befürchten.“

Stadt gibt sich zurückhaltend

Er ärgere sich maßlos darüber, dass sich die Verwaltung kontinuierlich weigere, sich einen Gesamtüberblick zu verschaffen. Michael Ermert schätzt den Sanierungsbedarf der Bad Laaspher Brückenbauwerke in den nächsten Jahren auf eine Summe im siebenstelligen Euro-Bereich. Deshalb könne er über 50 000 Euro für das „Wurschtebrückelchen“ nur ungläubig den Kopf schütteln. „Wir schaffen uns eine Infrastruktur, die für uns ohnehin nicht zu halten und zu finanzieren ist. Die Dinge werden nicht konsequent zu Ende gedacht.“ Die Bad Laaspher Stadtverwaltung gab sich nach der erneuten Kritik des Ratsmitgliedes aus Banfe auffallend zurückhaltend. Es handele sich um eine umfassende Thematik, die – mit Blick auf die Brückensperrung in Banfe – nicht punktuell zu beantworten sei. Fakt sei, dass es im nächsten Bauausschuss um die Brücken gehen werde. Die erste Sitzung nach der Sommerpause findet am Mittwoch, 13. September, 17.30 Uhr, statt.

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