Kultur
17.04.2017 14:47
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 Das jüdische Volk und Cousin Mordechai gratulieren Esther (in Rot) zum 14. Geburtstag. Kurze Zeit später kommt sie in den Harem des persischen Königs Xerxes und wird als seine neue Königin ausgewählt. Foto: roh

Das jüdische Volk und Cousin Mordechai gratulieren Esther (in Rot) zum 14. Geburtstag. Kurze Zeit später kommt sie in den Harem des persischen Königs Xerxes und wird als seine neue Königin ausgewählt. Foto: roh

„Esther“-Musical in Hickengrundhalle aufgeführt

Das Vertrauen auf Gott trägt

roh - Danke, Gott, denn du bist da! Du lässt mich nie im Stich! Du kümmerst dich um mich!“, sangen 80 Teenies am vergangenen Freitag mit voller Inbrunst in  der Schlussszene von der Bühne der Hickengrundhalle. Die Freie ev. Gemeinde Niederdresselndorf hatte zum Musical „Esther – der Stern Persiens“ von Alexander Lombardi eingeladen. Vier Jugendliche sind auf einer Geocaching-Rallye. Dabei entdecken sie eine alte Halle mit Wachsfiguren. In einer Zeitreise werden sie in das 5. Jahrhundert vor Christus an den Hof des persischen Königs Xerxes in Susa zurückversetzt. Der verstößt seine erste, zu eigenwillige Frau Waxi und heiratet Esther.

Quälende Frage: Wenn es Gott gibt, warum lässt er das zu?

Es gibt Ränkespiele um die jüdischen Nachkommen aus der babylonischen Gefangenschaft, bei denen die Protagonistin sich für ihre Landsleute als Migranten einsetzt, dafür ihre Identität als Jüdin preisgibt und durch geschicktes Taktieren ihr Volk rettet. Immer stand im Hintergrund die quälende Frage: Wenn es Gott gibt, warum lässt er das zu? Das Musical löst diese Problematik: Gott hat einen Plan für jeden. Wer auf ihn vertraut, dem hilft er, aber möglicherweise anders, als man es sich persönlich vorgestellt hat.

Spielfreude, schnelle Szenenwechsel und hohes Tempo

Den Nachwuchsdarstellern merkte man die Freude am Spiel an. Die Massenszenen mit den orientalischen Gewändern und dem herzerfrischenden Gesang boten viel für Augen und Ohren. Nicht leicht war die Organisation der schnellen Szenenwechsel bei dem hohen Spieltempo. Lombardi und sein „Co“ Gregor Breier hatten als Regisseure alles im Griff. Viele gute Solosängerinnen und -sänger waren zu hören – großartig: die Burbacherin Jannika Sahm als Esther. Über 300 Zuschauer in der voll besetzten Halle feierten ihren Musical-Nachwuchs mit großem Applaus.

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