Kultur
23.04.2017 14:04
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 Blaze Bayley, einstmals Interims-Sänger bei den Metal-Legenden Iron Maiden, rockte am Freitag das Weidenauer Vortex – und ist für nächstes Jahr schon wieder gebucht. Foto: Irina Mirja

Blaze Bayley, einstmals Interims-Sänger bei den Metal-Legenden Iron Maiden, rockte am Freitag das Weidenauer Vortex – und ist für nächstes Jahr schon wieder gebucht. Foto: Irina Mirja

Ex-Iron-Maiden-Sänger in Weidenau

Blaze Bayley rockte Vortex

ccw - Wieder ein lauter und gut gefüllter Abend im Vortex: Am Freitag wurde in dem Weidenauer Musikclub erneut ordentlich aufs Schlagzeug gehauen. Die fünfköpfige und noch relativ junge Band Hell-O-Matic legte sich ordentlich ins Zeug, um den Veranstaltungsraum zu füllen. Mit zackig-pumpendem Rhythmus und schnellem Schlagzeug lud sie zum Mitmachen ein, die raue und düstere Stimme von Thomas van de Scheck schallte von den Wänden, tadellos hörbar dank einer ausgewogenen Technik, die keinen Tonkanal vermissen ließ. Einigen sind die Fuldaer vielleicht schon bekannt, so begleiteten sie letztes Jahr Megaherz auf deren „Erdwärts“-Tour und brachten 2015 ihr erstes Album „Hell-O-Matic“ heraus, das von einschlägigen Magazinen gute Kritiken bekam. Sie selbst bezeichnen ihre Musik als „Scary Metal“, bauen ihren Stil aber aus Industrial Metal, Alternative Metal und ein wenig Hard Rock auf.

Melodisch, schnell und stark

Die Stimmung hochgekocht, das Publikum vor der Bühne, es konnte richtig losgehen: Die zweite und etwas bekanntere Nummer des Abends war Blaze Bayley, der sich mit Band auf „Endure-And-Survive“-Tour befindet. Nach seinem gesanglichen Mitwirken bei Wolfsbane, Iron Maiden und der Band Blaze ist Bayley solo unterwegs, natürlich mit Combo, aktuell bestehend aus Gitarrist Chris Appleton, Bassist Karl Schramm und Martin McNee am Schlagzeug. Melodisch, schnell und stark: Auch Bayleys Solowerke erinnern stilistisch sehr an Iron Maiden, bei denen er vor 20 Jahren eine Zeit lang sang. Die Stücke des neuen Albums „Endure And Survive – Infinite Entanglement Pt. II“ gehen ebenso gut ins Ohr wie frühere Werke; das Album ist zweiter Teil einer Trilogie.

Fürs nächste Jahr schon wieder gebucht

Nach den neuen Songs greift Bayley auch auf ältere zurück, wie „Silicon Messiah“ vom gleichnamigen Album der Band Blaze. Mit leicht irrem Blick in seinen Augen, aber einem Lächeln auf den Lippen steht er auf der kleinen Vortex-Bühne, vom Publikum hallt der Refrain wider. Engagiert und mit kräftiger und etwas dunklerer Stimme singt er sich quer durch seine Werke, bis bei „The Clansman“ aus der Maiden-Ära laut „Freeeeeedoooom!“ aus dem Vortex donnert, gesungen von 100 Leuten in bester Laune. Bayley zeigt, dass er ein guter Sänger ist, der das Pech hat, im Schatten einer der Gesangsikonen des Heavy Metal – Bruce Dickinson – gestanden zu haben. Dennoch lohnt sich solch ein Konzertabend allemal, musikalisch wie atmosphärisch. Blaze Bayley ist bereits wieder vom Vortex gebucht – für nächstes Jahr am Ostersonntag.

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