Lokales
18.06.2017 13:55
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 Die Gastgeber des Männergesangvereins „Einigkeit“ Rinthe traten an beiden Abenden jeweils zuerst auf. Mit dem großen Fest-Wochenende feierte der Chor sein 70-jähriges Bestehen. Foto: schn

Die Gastgeber des Männergesangvereins „Einigkeit“ Rinthe traten an beiden Abenden jeweils zuerst auf. Mit dem großen Fest-Wochenende feierte der Chor sein 70-jähriges Bestehen. Foto: schn

Chor-Wochenende des MGV „Einigkeit“ Rinthe

Beste Stimmung und tolle Lieder

schn - Wenn ein Chor auf die eigene Geschichte zurückblickt, dann ist das immer etwas Besonderes. Viele Gesichter und Stimmen haben den Chor geprägt. Bei einem Leistungschor, wie dem Männergesangverein (MGV) „Einigkeit“ Rinthe, heißt das immer auch Rückblick auf große Erfolge. Der Gesangverein ist mehrfacher Meisterchor und will den Titel auch über das Jahr 2018 tragen.

Der MGV „Einigkeit“ Rinthe wurde vor genau 70 Jahren gegründet und hat bis heute immer an den eigenen Ansprüchen festgehalten – und die sind nach wie vor hoch. Auch der Anspruch an die Ausrichtung eines Sängerfestes ist hoch, also haben die Mitglieder des Chores alles gegeben, um zum Vereinsgeburtstag ein außergewöhnliches Fest auszurichten. Schon am Freitagabend stand fest: Das Chorwochenende wird etwas ganz Besonderes.

„Die Mitglieder der Jury vom Sonntag sind begeistert von der Atmosphäre“, sagte der Vorsitzende Wilhelm Afflerbach am Freitag. Die Rede war von den Hangars auf dem Flugplatz in Schameder, in denen sowohl die Freundschaftssingen am Freitag- und Samstagabend als auch der Chorwettbewerb am Sonntag ausgetragen wurden. „Wir wollten einfach raus aus den Festhallen“, sagte Stefan Hedrich, Schriftführer der „Einigkeit“. Der Schritt nach Schameder war nicht weit, liegt der Flugplatz doch in Sichtweite des Dorfes. Als dann die Anfrage an den Flugsportverein kam, ob man die Hallen nutzen könne, rannte der Chor offene Türen ein. Schnell hatte man sich auf die Modalitäten geeinigt. Zwei Hangars standen für das große Fest zur Verfügung. Doch damit fing für die Sänger die Arbeit erst richtig an. „Wir fahren ja öfter auf solche Feste, aber uns war nicht bewusst, wie viel Arbeit wirklich da hinter steckt“, so Wilhelm Afflerbach. „Aber uns war von Anfang an bewusst, das wir die Hilfe des gesamten Dorfes brauchen würden“, ergänzte Stefan Hedrich. Aber auch hier musste der Chor keine Absagen fürchten. Die potenziellen Helfer sagten alle spontan zu. Daher wurde nach und nach das gesamte Dorf eingebunden. Eine Gemeinschaftsleistung, auf die man im MGV und im der Dorfgemeinschaft stolz ist.

Am Freitag trafen sich sieben Gastchöre und die Gastgeber zum Freundschaftssingen, für den Samstag hatten sich elf Gastvereine angekündigt. Die gebotene Bandbreite reichte von jungen Chören, über gemischte Chöre bis hin zu reinen Männer- und Frauenchören. So bunt und vielfältig wie die Gesangvereine waren auch die Liedvorträge an beiden Tagen. „Wir sind absolut zufrieden“, so Wilhelm Afflerbach am Sonntagmorgen. Beide Abende seien hervorragend gelaufen, mit bester Stimmung und tollen Liedern. „Wir haben uns das so vorgestellt, vor allem das Ambiente hat gepasst“, machte der Vorsitzende deutlich. Auch die Sängerinnen und Sänger zeigten sich beeindruckt von der Location, die ganz sicher nicht alltäglich ist. Die Aussicht über Wittgenstein war auch an diesem Wochenende wieder beeindruckend.

Der gestrige Sonntag wurde dann im Laufe des Tages zu einer hitzigen Veranstaltung. Der Hangar, in dem der Chorwettbewerb ausgetragen wurde, heizte sich in der prallen Sonne stark auf und trieb den Sängerinnen und Sängern nicht nur vor Aufregung die Schweißperlen auf die Stirn. Zu absolvieren war ein Programm von drei Liedern aus verschienen Bereichen und mit unterschiedlichen Anforderungen. Wilhelm Afflerbach nutzte eine Pause, um eine erste kurze Bilanz des Tages zu ziehen: „Es ist toll zu sehen, dass die Chöre vor Publikum singen können.“ Bei manchem Wettstreit singe man eben doch nur vor der Jury oder anderen Chören, fügte Christine Uhl, die ebenfalls in der Jury saß, hinzu. Vor Publikum zu singen, mache es den Sängern leichter und erhöhe die innere Spannung. Das wirke sich sicher auch positiv auf die Leistung aus, war sich Wilhelm Afflerbach sicher.

Ein besonderes Angebot an die Teilnehmer hatten die Organisatoren zusätzlich eingeplant. Alle Auftritte wurden live mitgeschnitten und konnten schon kurz nach dem Auftritt auf CD gepresst erworben werden. So oft es ging, nutzen die Organisatoren die Chance, den Hangar zu lüften. Das war im zweiten Hangar, in dem die Sauerland-Musikanten den Tag musikalisch umrahmten, nicht nötig, denn hier waren die großen Rolltore weit offen. Auf dem weitläufigen Gelände genossen die Sängerinnen und Sänger den Sommertag.

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