Kultur
01.05.2017 14:38
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 Andy Strauß in Siegen: Er „las super krass vor“! Foto: Veranstalter

Andy Strauß in Siegen: Er „las super krass vor“! Foto: Veranstalter

Veranstaltung vom Sommerfestival nachgeholt

Andy Strauß im Lÿz

sz - Eigentlich sollte der Münsteraner Slam-Poet Andy Strauß schon beim vergangenen Siegener Sommerfestival im Schlosshof auftreten, doch das schlechte Wetter machte dem Plan einen Strich durch die Rechnung. Auch ein Ersatzspielort stand nicht zur Verfügung. So wurde der Auftritt am vergangenen Freitag im kleinen Theater des Kulturhauses Lÿz nachgeholt. Das lange Warten hatte sich gelohnt! Vor ausverkauftem Haus entführte Andy Strauß das bestens gelaunte Publikum in seine ganz eigene skurrile Welt aus Tagträumen, schrägen Phantasien und berauschten Zuständen. So erzählte er von seinem neuen besten Freund, dem Bistro-Tisch, oder fand es als Musikproduzent schade, dass die meisten Jugendlichen bei Techno-Musik nicht mehr auf die Texte achten, auf die Geschichte, die sie erzählen und nur noch am rumtanzen sind, obwohl, wie jeder es doch begreifen müsste, Techno auch eine Seele hat!

Makabre Story von Schorsch, dem ungeliebten Chef

Strauß bewies aber auch, dass er ganz normale Probleme hat. So beklagte er sich, dass sein eigener Sohn, anstatt ein ordentlicher „Gamer“ zu werden, dann doch lieber Jumpstyle tanzen möchte. Sein Improvisationstalent stellte er unter Beweis, als er den Etiketten-Text einer Flasche 57Wasser zitierte und daraus spontan eine neue Nummer machte. Den alltäglichen Wahnsinn stellte er mit dem Versuch unter Beweis, in einem in der Vergangenheit stehengebliebenen Dorf mit neuen innovativen Methoden eine Pizza zu bestellen. Etwas sehr makaber war die Geschichte von Schorsch, einem ungeliebten Chef, und dessen „Beseitigung“.

Hoffen auf ein Wiedersehen mit Andy Strauß

Doch ob Geschichten über seine Ex-Freundin aus Siegen, sein anstrengendes Tourleben oder die Verwirklichung von Träumen: Die Zuschauer waren stets begeistert und ließen sich gerne auf die absurdesten Gedankenspaziergänge ein. Nach der letzten Zugabe verabschiedete das Publikum Andy Strauß mit einem tosenden Applaus und in der Hoffnung, dass es nicht sein letztes Gastspiel in Siegen war.

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